Spielbericht vom 12.11.2017

Herren 1: SC Steinberg  - TSG Oberursel 65:46

Relegation

Trotz des verletzungsbedingt halbierten Kaders gewinnen die Devils ihr drittes Heimspiel in Folge und halten damit überraschend den zweiten Platz in der Bezirksliga (der Spitzenreiter "Eintracht Frankfurt 3" hat zwar auch eine Niederlage, aber aufgrund eines anderen Spielplans schon zwei Spiele und Siege mehr).

Dem Tabellenstand der noch jungen Saison nach zu urteilen gingen die Steinberger als klare Favoriten in die Partie. Doch schon früh wird klar, dass die Oberurseler mehr können, als ihre Tabellenplatzierung (achter von zehn) vermuten lässt. Viele starke Einzelspieler - vor allem auf den Guard-Positionen - durchbrechen immer wieder die Steinberger Verteidigung. Das erste Viertel geht 13:13 aus.

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Aber Steinberg hat mehr zu bieten als individuelle Stärken. Das Team agiert geschlossen und eingespielt, verdient sich immer wieder Ballgewinne in der Verteidigung und kann mit einem kleinen Vorsprung (31:26) in die Halbzeitpause gehen. In der zweiten Hälfte kommt gute Unterstützung von der dünn besetzen Bank. Der noch frische Steinberger Tufan Tavasolli begeistert die Zuschauer mit einigen sehr engagierten Aktionen in der Defensive und Offensive. Auch der von einem Fußbruch genesene Dennis Eimler unterstützt das Team - für seine Verhältnisse zwar bescheiden, aber trotzdem effektiv. Vor allem in der Kommunikation macht sich seine Erfahrung bemerkbar. Mit zunehmender Ordnung auf dem Spielfeld wird die Führung ausgebaut und die Obersurseler verunsichert. Eine etwas unbeholfene Anweisung der gegnerischen Trainerin nutzt der heimische Fanblock zudem schamlos aus und eröffnet mit spöttischen Kommentaren die psychologische Kriegsführung. Die Devils gewinnen das dritte Viertel deutlich und gehen mit 51:39 in den letzten Spielabschnitt. Auch hier lassen unsere Jungs - inzwischen mental und spielerisch haushoch überlegen - nichts anbrennen. Jeder darf sich noch mal in die Punkteliste eintragen und so kann die Mannschaft mit einer ungefährdeten 19-Punkte-Führung die Schlusssirene abwarten.